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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht 2024

Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht  

 

» Gebarungsübersicht 2024 

 

» Rechenschaftsbericht 2024 

 

» Erlöse, Erträge, Aufwände 2024

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017 | 2018 |

   2019 | 2020 | 2021 | 

   2022 | 2023

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die Finanzen der katholischen Diözesen in Österreich können für 2024 einen Anstieg beim Kirchenbeitragsaufkommen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

 

Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2024 waren es 539,4 Millionen Euro (knapp 71 Prozent der Gesamteinnahmen), 2023 lagen die Kirchenbeiträge bei 511 Millionen Euro. Durch ein durchwegs positives Finanzergebnis konnten im Ergebnis vier der zehn Diözesen leicht positiv bilanzieren. Der Großteil der Budgets sichert die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht 2024 für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt 480,7 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von 61,3 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

 

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. So verzeichnen die zehn Diözesen 2024 Gesamteinnahmen in der Höhe von rund 763,8 Millionen Euro (2023: 698,3 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von rund 784,3 Millionen Euro (2023: 732,1 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses in der Höhe von knapp 22 Millionen Euro weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein leicht positives "Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit" (früher: EGT) in der Höhe von knapp 1,6 Millionen Euro (2023: positives EGT mit 1,8 Millionen) aus.

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit 539,395 Millionen Euro und einem Anteil von 70,6 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 65,7 Millionen Euro und somit 8,6 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen knapp 159 Millionen Euro und damit 20,8 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit etwas über 453,2 Millionen Euro (2023: 447,6 Millionen) auf die Personalkosten (57,8 Prozent) für die 8.371 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienangestellten höher als für den Klerus und beträgt 297,7 Millionen Euro (2023: 275,6 Millionen) bzw. 38 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen über 108 Millionen Euro (2023: 105,6 Millionen) an Personalkosten sowie rund 47,5 Millionen Euro für die Altersversorgung (2023: 66,4 Millionen) zu Buche, was zusammen 19,8 Prozent der Aufwendungen ausmacht.

Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2024 bei 59,2 Millionen Euro (2023: 49,1 Millionen), was einem Anteil von 7,5 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte 271,9 Millionen Euro (2023: 235,4 Millionen) bzw. 34,7 Prozent aus.

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit über 480,7 Millionen Euro und damit rund 61,3 Prozent (2023: 472,6 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 157,7 Millionen Euro bzw. 20,1 Prozent (2023: 128,5 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit 115,7 Millionen Euro oder knapp 14,8 Prozent (2023: 102,1 Millionen). Die Aufwände für soziale und karitative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 30,2 Millionen Euro (2023: 29 Millionen), das sind knapp 3,9 Prozent der diözesanen Budgets.

 

Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien
Über das größte Budget verfügte auch 2024 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 155,2 Millionen Euro (2023: 146,2 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags lag 2023 bei 116,7 Millionen Euro (2023: 111,8 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem negativen Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit von 0,9 Millionen (2023: negatives EGT von 1,4 Millionen). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit 84,9 Millionen Euro die Personalkosten für die 1.542 Hauptamtlichen (2023: 87,4 Millionen).
Diözese Linz
146,1 Millionen Euro Einnahmen (2023: 138,4 Millionen), davon 108,2 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 101,7 Millionen), positives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit knapp 5 Millionen (2023: positives EGT mit 6,8 Millionen).
Diözese Graz-Seckau
129,1 Millionen Euro Einnahmen (2023: 117,7 Millionen), davon 79,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 75,2 Millionen), positives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 2,4 Millionen (2023: positives EGT mit 0,6 Millionen).
Diözese St. Pölten
70,6 Millionen Euro Einnahmen (2023: 70,3 Millionen), davon 56,3 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 54,1 Millionen), positives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 4,4 Millionen (2023: positives EGT mit 8,5 Millionen).
Erzdiözese Salzburg
86,3 Millionen Euro Einnahmen (2023: 65,2 Millionen), davon 58,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 54,1 Millionen), negatives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 3,7 Millionen (2023: negatives EGT mit 5,6 Millionen).
Diözese Innsbruck
57,4 Millionen Euro Einnahmen (2023: 55 Millionen), davon 39,7 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 38,1 Millionen), negatives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 4,2 Millionen (2023: negatives EGT mit 3,3 Millionen).
Diözese Gurk-Klagenfurt
43,1 Millionen Euro Einnahmen (2023: 40,2 Millionen), davon 31,8 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 29,9 Millionen), negatives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 0,6 Millionen (2023: positives EGT mit 1 Million).
Diözese Feldkirch
37,3 Millionen Euro Einnahmen (2023: 34,7 Millionen), davon 29 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 27,4 Millionen), negatives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 3,9 Millionen (2023: negatives EGT mit 5,3 Millionen).
Diözese Eisenstadt

36,5 Millionen Euro Einnahmen (2023: 28,5 Millionen), davon 19,6 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2023: 18,8 Millionen), positives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit mit 4 Millionen (2023: positives EGT mit 0,6 Millionen).

Militärdiözese

2,25 Millionen Einnahmen (2023: 2,15 Millionen), negatives Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit von 0,94 Millionen (2023: negatives EGT von 0,11 Millionen)

 


Gebarungsübersicht 2024 

 

Gebarungsübersicht 2024


 

Rechenschaftsbericht 2024

 

Rechenschaftsbericht 2024

 


 

Verteilung Erlöse, Erträge, Aufwände 2024

 

Erlöse, Erträge, Aufwände 2024

 

 

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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht 2023

Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht  

 

» Gebarungsübersicht 2023 

 

» Rechenschaftsbericht 2023 

 

» Erlöse, Erträge, Aufwände 2023

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017 | 2018 |

   2019 | 2020 | 2021 | 

   2022

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die Finanzen der katholischen Diözesen in Österreich können für 2023 einen leichten Anstieg beim Kirchenbeitragsaufkommen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2023 waren es 511,03 Millionen Euro (über 73 Prozent der Gesamteinnahmen), 2022 stagnierten die Kirchenbeiträge bei 499,98 Millionen Euro. Durch ein durchwegs positives Finanzergebnis konnte im Ergebnis die Mehrheit der neun Diözesen leicht positiv bilanzieren.

 

Rund zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht 2023 für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt über 471 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von über 64 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

Das unter den neun katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. So verzeichnen die Diözesen 2023 Gesamteinnahmen in der Höhe von rund 696,2 Millionen Euro (2022: 670,5 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von rund 729,8 Millionen Euro (2022: 688,4 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses in der Höhe von 35,5 Millionen Euro weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein leicht positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von 1,9 Millionen Euro (2022: negatives EGT mit 40,4 Millionen) aus.

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit 511,03 Millionen Euro und einem Anteil von 73,4 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 61,5 Millionen Euro und somit 8,8 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 123,6 Millionen Euro und damit 17,8 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit etwas über 447 Millionen Euro (2022: 432,8 Millionen) auf die Personalkosten (61,3 Prozent) für die 8.482 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienangestellten höher als für den Klerus und beträgt knapp 275 Millionen Euro (2022: 262,5 Millionen) bzw. 37,7 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen fast 105,6 Millionen Euro (2022: 101,7 Millionen) an Personalkosten sowie rund 66,4 Millionen Euro für die Altersversorgung (2022: 68,6 Millionen) zu Buche, was zusammen 23,6 Prozent der Aufwendungen ausmacht.

Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2023 bei knapp 47 Millionen Euro (2022: 42,5 Millionen), was einem Anteil von 6,4 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte über 235,8 Millionen Euro (2022: 213,2 Millionen) bzw. 32,3 Prozent aus.

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit über 471,4 Millionen Euro und damit rund 64,6 Prozent (2022: 443,2 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 127,5 Millionen Euro bzw. 17,5 Prozent (2022: 128,1 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit 102,1 Millionen Euro oder rund 14 Prozent (2022: 88,1 Millionen). Die Aufwände für soziale und karitative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 28,8 Millionen Euro (2022: 29 Millionen), das sind über 3,9 Prozent der diözesanen Budgets.

 


Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien

Über das größte Budget verfügte auch 2023 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 146,2 Millionen Euro (2022: 140,7 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags lag 2023 bei 111,8 Millionen Euro (2022: 109,8 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem positiven EGT von 4,9 Millionen (2022 negatives EGT von 6,9 Millionen). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit 87,4 Millionen Euro die Personalkosten für die 1.573 Hauptamtlichen (2022: 88,2 Millionen).

Diözese Linz

138,4 Millionen Euro Einnahmen (2022: 134 Millionen), davon 101,7 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 99,9 Millionen), positives EGT mit 6,8 Millionen (2022: negatives EGT mit 2,1 Millionen).

Diözese Graz-Seckau
117,7 Millionen Euro Einnahmen (2022: 114,8 Millionen), davon 75,2 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 74,1 Millionen), positives EGT mit 0,6 Millionen (2022: positives EGT mit 4,4 Millionen).
Diözese St. Pölten
70,3 Millionen Euro Einnahmen (2022: 63,4 Millionen), davon 54,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 51,4 Millionen), positives EGT mit 8,5 Millionen (2022: negatives EGT mit 8,6 Millionen).
Erzdiözese Salzburg

65,2 Millionen Euro Einnahmen (2022: 67,7 Millionen), davon 54,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 52,6 Millionen), positives EGT mit 6,1 Millionen (2022: negatives EGT mit 12,7 Millionen).

Diözese Innsbruck
55 Millionen Euro Einnahmen (2022: 53,4 Millionen), davon 38,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 38 Millionen), negatives EGT mit 3,3 Millionen (2022: negatives EGT mit 2,5 Millionen).
Diözese Gurk-Klagenfurt

40,2 Millionen Euro Einnahmen (2022: 39,3 Millionen), davon 29,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 29,2 Millionen), positives EGT mit 1 Million (2022: negatives EGT mit 5,8 Millionen).

Diözese Feldkirch

34,7 Millionen Euro Einnahmen (2022: 32,6 Millionen), davon 27,4 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 26,8 Millionen), negatives EGT mit 5,3 Millionen (2022: negatives EGT mit 1,7 Millionen).

Diözese Eisenstadt

28,5 Millionen Euro Einnahmen (2022: 26,5 Millionen), davon 18,8 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2022: 18,1 Millionen), positives EGT mit 0,6 Millionen (2022: negatives EGT mit 4,8 Millionen).

 


» Gebarungsübersicht 2023 

Gebarungsübersicht 2023 - ergänzt um Militärdiözese

 

» Rechenschaftsbericht 2023

 

Rechenschaftsbericht 2023 - korrigiert

 


 

» Verteilung Erlöse, Erträge, Aufwände 2023

 

Erlöse, Erträge, Aufwände 2023 - korrigiert


 
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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht  

 

» Gebarungsübersicht 2022 | pdf

 

» Rechenschaftsbericht 2022 | pdf

 

» Erlöse | Erträge | Aufwände 2022

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017 | 2018 |

   2019 | 2020 | 2021

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die Finanzen der katholischen Diözesen in Österreich können für 2022 ein Stagnieren beim Kirchenbeitragsaufkommen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der vorgezogene Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits Mitte September ist neu, bislang wurden die Finanzzahlen erst im Jänner veröffentlicht. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2022 waren es fast 499,98 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2021 lagen die Kirchenbeiträge bei 498,84 Millionen Euro. Die meisten Diözesen bilanzieren dennoch leicht negativ. Gründe dafür sind teuerungsbedingt erhöhte Aufwendungen und ein negatives Finanzergebnis infolge der Entwicklungen auf den Finanzmärkten.

 

Rund zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht 2022 für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt über 443 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von rund 64 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

 

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. So verzeichnen die Diözesen 2022 Gesamteinnahmen in der Höhe von rund 670,5 Millionen Euro (2021: 664,6 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von rund 688,4 Millionen Euro (2021: 671,2 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines negativen Finanzergebnisses weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von 40,4 Millionen Euro (2021: positives EGT mit 13,3 Millionen) aus.

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit 499,98 Millionen Euro und einem Anteil von 74,6 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 55,7 Millionen Euro und somit 8,3 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 114,8 Millionen Euro und damit 17,1 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

 

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit 432,8 Millionen Euro (2021: 428,1 Millionen) auf die Personalkosten (rund 63 Prozent) für die 8.707 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienangestellten höher als für den Klerus und beträgt 262,5 Millionen Euro (2021: 245,6 Millionen) bzw. 38 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen fast 101,7 Millionen Euro (2021: 101,8 Millionen) an Personalkosten sowie rund 68,6 Millionen Euro für die Altersversorgung (2021: 80,7 Millionen) zu Buche, was zusammen knapp 25 Prozent der Aufwendungen ausmacht.

 

Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2022 bei 42,5 Millionen Euro (2021: 39 Millionen), was einem Anteil von 6 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte über 213,2 Millionen Euro (2021: 204,2 Millionen) bzw. 31 Prozent aus.

 

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit über 443,2 Millionen Euro und damit rund 64 Prozent (2021: 440,3 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 128,1 Millionen Euro bzw. 19 Prozent (2021: 124 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit 88,1 Millionen Euro oder rund 13 Prozent (2021: 80 Millionen). Die Aufwände für soziale und karitative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 29 Millionen Euro (2021: 27 Millionen), das sind 4 Prozent der diözesanen Budgets.

 


Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien

Über das größte Budget verfügte auch 2022 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 140,7 Millionen Euro (2021: 141,3 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags lag 2022 bei 109,8 Millionen Euro (2021: 109,5 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem negativen EGT von 6,9 Millionen (2021 positives EGT von 1,1 Millionen). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit 88,2 Millionen Euro die Personalkosten für die 1.608 Hauptamtlichen (2021: 82,9 Millionen).

Diözese Linz

134 Millionen Euro Einnahmen (2021: 133,9 Millionen), davon 99,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 100,5 Millionen), negatives EGT mit 2,1 Millionen (2021: positives EGT mit 15,3 Millionen).

Diözese Graz-Seckau
114,8 Millionen Euro Einnahmen (2021: 109,7 Millionen), davon 74,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 73,3 Millionen), positives EGT mit 4,4 Millionen (2021: positives EGT mit 1,1 Millionen).
Diözese St. Pölten
63,4 Millionen Euro Einnahmen (2021: 61,9 Millionen), davon 51,4 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 51,3 Millionen), negatives EGT mit 8,6 Millionen (2021: negatives EGT mit 3,1 Millionen).
Erzdiözese Salzburg

67,7 Millionen Euro Einnahmen (2021: 63 Millionen), davon 52,6 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 51,6 Millionen), negatives EGT mit 12,7 Millionen (2021: negatives EGT mit 3,5 Millionen).

Diözese Innsbruck
53,4 Millionen Euro Einnahmen (2021: 53,9 Millionen), davon 38 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 36,7 Millionen), negatives EGT mit 2,5 Millionen (2021: positives EGT mit 1 Million).
Diözese Gurk-Klagenfurt

39,3 Millionen Euro Einnahmen (2021: 39,1 Millionen), davon 29,2 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 29,4 Millionen), negatives EGT mit 5,8 Millionen (2021: positives EGT mit 0,5 Millionen).

Diözese Feldkirch

32,6 Millionen Euro Einnahmen (2021: 33,1 Millionen), davon 26,8 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 27,1 Millionen), negatives EGT mit 1,7 Millionen (2021: positives EGT mit 1,2 Millionen).

Diözese Eisenstadt

29,6 Millionen Euro Einnahmen (2021: 26,6 Millionen), davon 18,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 18,9 Millionen), negatives EGT mit 4,8 Millionen (2021: negatives EGT mit 1,4 Millionen).

Militärdiözese

2 Millionen Euro Einnahmen (2021: 2,1 Millionen), positives EGT mit 0,4 Millionen, (2021: positives EGT mit 1 Million)

 


» Gebarungsübersicht 2022

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» Rechenschaftsbericht 2022

 

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» Verteilung Erlöse, Erträge, Aufwände 2022

 


 
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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht 2021

Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht  

 

» Gebarungsübersicht 2021 | pdf

 

» Rechenschaftsbericht 2021 | pdf

 

» Erlöse | Erträge | Aufwände 2021

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017 | 2018 |

   2019 | 2020

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die katholischen Diözesen in Österreich können für 2021 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt fast ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2021 waren es fast 499 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2020 lagen die Kirchenbeiträge bei knapp 484 Millionen Euro. Für 2022 liegt noch keine Endabrechnung vor, laut Auskünften aus den Diözesen gegenüber Kathpress dürften die Einnahmen nominell zwar stabil geblieben, aber nicht mehr gestiegen sein.

 

Zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht 2021 für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt über 440 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von rund 66 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

 

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. Insgesamt verzeichnen die Diözesen 2021 Gesamteinnahmen in der Höhe von rund 665 Millionen Euro (2020: 643 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von rund 671 Millionen Euro (2020: 644 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von rund 13 Millionen Euro (2020: 16 Millionen) und ein Gesamtbudget von rund 685 Millionen Euro aus (2020: 660 Millionen).

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit 498,8 Millionen Euro und einem Anteil von 75,1 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 59,5 Millionen Euro und somit 8,9 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 106,3 Millionen Euro und damit 16 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

 

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit über 428 Millionen Euro (2020: 404 Millionen) auf die Personalkosten (rund 64 Prozent) für die 8.201 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienmitarbeiter höher als für den Klerus und beträgt über 246 Millionen Euro (2020: 236 Millionen) bzw. 37 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen fast 102 Millionen Euro (2020: 102 Millionen) an Personalkosten sowie rund 81 Millionen Euro für die Altersversorgung (2020: 66 Millionen) zu Buche, was zusammen 27 Prozent der Aufwendungen ausmacht.

 

Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2021 bei fast 39 Millionen Euro (2020: 40 Millionen), was einem Anteil von 6 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte über 204 Millionen Euro (2020: 200 Millionen) bzw. 30 Prozent aus.

 

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit über 440 Millionen Euro und damit rund 66 Prozent (2020: 421 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 124 Millionen Euro bzw. 18 Prozent (2020: 121 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit 80 Millionen Euro oder rund 12 Prozent (2020: 76 Millionen). Die Aufwände für soziale und karitative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 27 Millionen Euro (2020: 26 Millionen), das sind 4 Prozent der diözesanen Budgets.

 

Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien

Über das größte Budget verfügte auch 2021 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 141,3 Millionen Euro (2020: 138,8 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags lag 2021 bei 109,5 Millionen Euro (2020: 107,1 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem positiven EGT von 1,1 Millionen (2020 positives EGT von 1,8 Millionen). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit 82,9 Millionen Euro die Personalkosten für die 1.612 hauptamtlichen Mitarbeiter (2020: 80,4 Millionen).

Diözese Linz

133,9 Millionen Euro Einnahmen (2020: 131,2 Millionen), davon 100,5 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 97,9 Millionen), positives EGT mit 15,3 Millionen (2020: 12,7 Millionen).

Diözese Graz-Seckau
109,7 Millionen Euro Einnahmen (2020: 106,8 Millionen), davon 73,3 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 74 Millionen), positives EGT mit 1,1 Millionen (2020: 1,3 Millionen).
Diözese St. Pölten
61,9 Millionen Euro Einnahmen (2020: 58,3 Millionen), davon 51,3 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 48,8 Millionen), negatives EGT mit 3,1 Millionen (2020: positives EGT mit 7,8 Millionen).
Erzdiözese Salzburg

63 Millionen Euro Einnahmen (2020: 61,1 Millionen), davon 51,6 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 50,2 Millionen), negatives EGT mit 3,5 Millionen (2020: negatives EGT mit 11,2 Millionen).

Diözese Innsbruck
53,9 Millionen Euro Einnahmen (2020: 50,8 Millionen), davon 36,7 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 35 Millionen), positives EGT mit 1 Million (2020: positives EGT mit 2,8 Millionen).
Diözese Gurk-Klagenfurt

39,1 Millionen Euro Einnahmen (2020: 36,6 Millionen), davon 29,4 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 27,5 Millionen), positives EGT mit 0,5 Millionen (2020: negatives EGT mit 0,2 Millionen).

Diözese Feldkirch

33,1 Millionen Euro Einnahmen (2020: 31,5 Millionen), davon 27,1 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 25,3 Millionen), positives EGT mit 1,2 Millionen (2020: positives EGT mit 2 Millionen).

Diözese Eisenstadt

26,6 Millionen Euro Einnahmen (2020: 25,9 Millionen), davon 18,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 17,2 Millionen), negatives EGT mit 1,4 Millionen, (2020: negatives EGT mit 1,6 Millionen).

Militärdiözese
2,1 Millionen Euro Einnahmen (2020: 1,9 Millionen), davon 0,6 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2020: 0,7 Millionen), positives EGT mit 1 Million, (2020: positives EGT mit 0,5 Millionen).

 


» Gebarungsübersicht 2021

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Gebarungsübersicht der katholischen Diözesen 2021

 

» Rechenschaftsbericht 2021

 

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Rechenschaftsbericht 2021

 


 

» Verteilung Aufwände 2021

 


» Verteilung Erträge & Erlöse 2021

 

 
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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht 2020

Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht  

 

» Gebarungsübersicht 2020 | pdf

 

» Rechenschaftsbericht 2020 | pdf

 

» Erlöse | Erträge | Aufwände 2020

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017 | 2018 |

   2019

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die katholischen Diözesen in Österreich können für das Jahr 2020 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt fast ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2020 waren es knapp 484 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2019 lagen die Kirchenbeiträge bei rund 481 Millionen Euro. Zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt über 421 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von rund 65 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

 

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. Insgesamt verzeichnen die Diözesen 2020 Gesamteinnahmen in der Höhe von über 643 Millionen Euro (2019: 637 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von rund 644 Millionen Euro (2019: 641 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von rund 16 Millionen Euro (2019: 16 Millionen) und ein Gesamtbudget von 660 Millionen Euro aus (2019: 657 Millionen) aus.

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit 483,7 Millionen Euro und einem Anteil von 75,2 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 55,3 Millionen Euro und somit 8,6 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 104 Millionen Euro und damit 16,2 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

 

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit über 404 Millionen Euro (2019: 397 Millionen) auf die Personalkosten (rund 63 Prozent) für die 8.150 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienmitarbeiter höher als für den Klerus und beträgt über 236 Millionen Euro (2019: 234 Millionen) bzw. 37 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen rund 102 Millionen Euro (2019: 102 Millionen) an Personalkosten sowie 66 Millionen Euro für die Altersversorgung (2019: 61 Millionen) zu Buche, was zusammen 26 Prozent der Aufwendungen ausmacht.

 

Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2020 bei fast 40 Millionen Euro (2019: 39 Millionen), was einem Anteil von 6 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte über 200 Millionen Euro (2019: 205 Millionen) bzw. 31 Prozent aus.

 

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit über 421 Millionen Euro und damit 65 Prozent (2019: 412 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 121 Millionen Euro bzw. 19 Prozent (2019: 119 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit 76 Millionen Euro oder rund 12 Prozent (2019: 83 Millionen). Die Aufwände für soziale und caritative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 26 Millionen Euro (2019: 26 Millionen), das sind 4 Prozent der diözesanen Budgets.

 

Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien

Über das größte Budget verfügte auch 2020 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 138,8 Millionen Euro (2019: 138 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags lag 2020 bei 107,1 Millionen Euro (2019: 107,1 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem positiven EGT von 1,8 Millionen (2019 positives EGT von 2,5 Millionen). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit 80,4 Millionen Euro die Personalkosten für die rund 1.600 hauptamtlichen Mitarbeiter (2019: 78 Millionen)

Diözese Linz

131,2 Millionen Euro Einnahmen (2019: 130 Millionen), davon 97,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 96,5 Millionen), positives EGT mit 12,7 Millionen (2019: 5,9 Millionen).

Diözese Graz-Seckau
106,8 Millionen Euro Einnahmen (2019: 104,7 Millionen), davon 74 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 72,4 Millionen), positives EGT mit 1,3 Millionen (2019: 2,4 Millionen).
Diözese St. Pölten
58,3 Millionen Euro Einnahmen (2019: 57,3 Millionen), davon 48,8 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 49 Millionen), positives EGT mit 7,9 Millionen (2019: positives EGT mit 2,4 Millionen).
Erzdiözese Salzburg

61,1 Millionen Euro Einnahmen (2019: 59,4 Millionen), davon 50,2 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 49,7 Millionen), negatives EGT mit 11,2 Millionen (2019: negatives EGT mit 1 Million).

Diözese Innsbruck
50,8 Millionen Euro Einnahmen (2019: 49,8 Millionen), davon 35 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 33,8 Millionen), positives EGT mit 2,8 Millionen (2019: positives EGT mit 2 Millionen).
Diözese Gurk-Klagenfurt

36,6 Millionen Euro Einnahmen (2019: 37,3 Millionen), davon 27,5 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 27,9 Millionen), negatives EGT mit 0,2 Millionen (2019: positives EGT mit 0,6 Millionen).

Diözese Feldkirch

31,5 Millionen Euro Einnahmen (2019: 32,6 Millionen), davon 25,3 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 26,2 Millionen), positives EGT mit 2 Millionen (2019: negatives EGT mit 1,1 Millionen).

Diözese Eisenstadt

25,9 Millionen Euro Einnahmen (2019: 26,7 Millionen), davon 17,2 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2019: 18 Millionen), negatives EGT mit 1,6 Millionen, (2019: positives EGT mit 2,4 Millionen).

 

Im Folgenden sind die Details über die Einnahmen und Ausgaben der österreichischen Diözesen zu finden. Bei Klick auf die jeweilige Tabelle kann diese vergrößert werden. Hier finden Sie außerdem die Vergleichsdaten aus den Jahren » 2010 » 2011 » 2012 » 2013 » 2014 » 2015 » 2016 » 2017 » 2018 und » 2019

 


 

» Gebarungsübersicht 2020

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» Rechenschaftsbericht 2020

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» Verteilung, Erlöse, Aufwände 2020

 
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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht  

 

» Gebarungsübersicht 2019 | pdf

 

» Rechenschaftsbericht 2019 | pdf

 

» Erlöse | Erträge | Aufwände 2019

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017 | 2018

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die katholischen Diözesen in Österreich können für das Jahr 2019 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt fast ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am 13. Jänner 2021 veröffentlicht wurde. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2019 waren es knapp 481 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2018 lagen die Kirchenbeiträge bei rund 474 Millionen Euro. Zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt über 412 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von rund 64 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

 

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. Insgesamt verzeichnen die Diözesen 2019 Gesamteinnahmen in der Höhe von über 637 Millionen Euro (2018: 634 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von an die 641 Millionen Euro (2018: 639 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von rund 16 Millionen Euro (2018: 4 Millionen) und ein Gesamtbudget von 657 Millionen Euro aus (2018: 642 Millionen) aus.

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit 480,7 Millionen Euro und einem Anteil von 75,4 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 50,2 Millionen Euro und somit 7,9 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 106,5 Millionen Euro und damit 16,7 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit über 397 Millionen Euro (2018: 398 Millionen) auf die Personalkosten (rund 62 Prozent) für die knapp 8.400 Beschäftigten (Priester und Laien) im diözesanen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienmitarbeiter höher als für den Klerus und beträgt über 234 Millionen Euro (2018: 230 Millionen) bzw. 37 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen rund 102 Millionen Euro (2018: 102 Millionen) an Personalkosten sowie 61 Millionen Euro für die Altersversorgung (2018: 66 Millionen) zu Buche, was zusammen 25 Prozent der Aufwendungen ausmacht.

Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2019 bei fast 39 Millionen Euro (2018: 36 Millionen), was einem Anteil von 6 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte 205 Millionen Euro (2018: 204 Millionen) bzw. 32 Prozent aus.

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit über 412 Millionen Euro und damit 64 Prozent (2018: 416 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 119 Millionen Euro bzw. 19 Prozent (2018: 119 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit über 83 Millionen Euro oder rund 13 Prozent (2018: 80 Millionen). Die Aufwände für soziale und caritative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei 26 Millionen Euro (2018: 24 Millionen), das sind 4 Prozent der diözesanen Budgets.

 

Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien

Über das größte Budget verfügte auch 2019 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 138 Millionen Euro (2018: 137,8 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags konnte 2019 auf über 107,1 Millionen Euro (2018: 105,5 Millionen) leicht gesteigert werden. Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem positiven EGT von 2,5 Millionen (2018 negatives EGT von 3,6 Millionen). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit knapp 78 Millionen Euro die Personalkosten für die rund 1.600 hauptamtlichen Mitarbeiter (2018: 84 Millionen).

Diözese Linz

130 Millionen Euro Einnahmen (2018: 129,1 Millionen), davon 96,5 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 95,5 Millionen), positives EGT mit 5,9 Millionen (2018: 8,7 Millionen).

Diözese Graz-Seckau
104,7 Millionen Euro Einnahmen (2018: 105,1 Millionen), davon 72,4 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 71 Millionen), positives EGT mit 2,4 Millionen (2018: 0,3 Millionen).
Diözese St. Pölten
57,3 Millionen Euro Einnahmen (2018: 57 Millionen), davon 49 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 47,6 Millionen), positives EGT mit 2,4 Millionen (2018: negatives EGT mit 0,5 Millionen).
Erzdiözese Salzburg
59,4 Millionen Euro Einnahmen (2018: 58 Millionen), davon 49,7 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 48,4 Millionen), negatives EGT mit 1 Million (2018: positives EGT mit 0,8 Millionen).
Diözese Innsbruck
49,8 Millionen Euro Einnahmen (2018: 50,3 Millionen), davon 33,8 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 35,2 Millionen), positives EGT mit 2 Millionen (2018: 2,5 Millionen).
Diözese Gurk-Klagenfurt

37,3 Millionen Euro Einnahmen (2018: 36,3 Millionen), davon 27,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 27,5 Millionen), positives EGT mit 0,6 Millionen (2018: 0,1 Millionen).

Diözese Feldkirch

32,6 Millionen Euro Einnahmen (2018: 31,4 Millionen), davon 26,2 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 25,4 Millionen), negatives EGT mit 1,1 Millionen (2018: EGT mit 1 Million).

Diözese Eisenstadt

26,7 Millionen Euro Einnahmen (2018: 27 Millionen), davon 18 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2018: 17,9 Millionen), positives EGT mit 2,4 Millionen (2018: negatives EGT mit 6 Millionen).

 

Im Folgenden sind die Details über die Einnahmen und Ausgaben der österreichischen Diözesen zu finden. Bei Klick auf die jeweilige Tabelle kann diese vergrößert werden. Hier finden Sie außerdem die Vergleichsdaten aus den Jahren » 2010, » 2011, » 2012, » 2013, » 2014 » 2015 » 2016 » 2017 und 2018.

 


 

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Kirchenfinanzen - Budget & Gebarungsübersicht 2018

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» Erlöse | Erträge | Aufwände 2018

 

» Vergleichsdaten: 

   2010 | 2011 | 2012 |

   2013 | 2014 | 2015 | 

   2016 | 2017

 

» Stichwort Kirchenbeitrag

 

 

Die katholischen Diözesen in Österreich können für 2018 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt fast ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2018 waren es knapp 474 Millionen Euro (knapp 75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2017 lagen die Kirchenbeiträge bei 461 Millionen Euro. Zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt fast 416 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von rund 65 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.

 

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. Insgesamt verzeichnen die Diözesen 2018 Gesamteinnahmen in der Höhe von knapp 634 Millionen Euro (2017: 609 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von an die 639 Millionen Euro (2017: 602 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von rund 4 Millionen Euro (2017: 23 Millionen) und ein Gesamtbudget von 642 Millionen Euro aus (2017: 625 Millionen).

 

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

 

Wichtigste Einnahmequelle der Diözesen ist der Kirchenbeitrag mit knapp 474 Millionen Euro und einem Anteil von 75 Prozent an den Erlösen und Erträgen. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 49 Millionen Euro und somit 8 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen 111 Millionen Euro und damit 17 Prozent der Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen.

 

Der Großteil der Ausgaben entfällt mit über 398 Millionen Euro (2017: 377 Millionen) auf die Personalkosten (rund 62 Prozent) für die Tausenden Beschäftigten im kirchlichen Dienst. Diese Position korrespondiert mit dem Gros der Mittel, die für seelsorgliche und pfarrliche Aufgaben aufgewendet werden. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienmitarbeiter höher als für den Klerus und beträgt über 230 Millionen Euro (2017: 223 Millionen) bzw. 36 Prozent der Aufwendungen. Beim Klerus schlagen rund 102 Millionen Euro (2017: 102 Millionen) an Personalkosten sowie 66 Millionen Euro für die Altersversorgung (2017: 52 Millionen) zu Buche, was zusammen 26 Prozent der Aufwendungen ausmacht. Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2018 bei 36 Millionen Euro (2017: 35 Millionen), was einem Anteil von 6 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Der restliche Sachaufwand beinhaltet Zuschüsse für Pfarren und andere kirchliche Stellen, Kosten für Instandhaltung, Material und Energie sowie sonstige Ausgaben und machte 204 Millionen Euro (2017: 191 Millionen) bzw. 32 Prozent aus.

 

Der Rechenschaftsbericht bietet ergänzend eine thematische Darstellung der Ausgabenstruktur. Daraus ist ablesbar, dass neben den Aufwendungen für Pfarren und Seelsorge mit rund 416 Millionen Euro und damit 65 Prozent (2017: 393 Millionen) die Ausgaben für Leitungs- und Organisationsaufgaben mit 119 Millionen Euro bzw. 18 Prozent (2017: 110 Millionen) zu Buche schlagen. Drittgrößte Position in der Mittelverwendung sind Ausgaben für Bildung, Kunst und Kultur mit knapp 80 Millionen Euro oder rund 13 Prozent (2017: 74 Millionen). Die Aufwände für soziale und caritative Aufgaben sowie für die Entwicklungshilfe lagen bei rund 24 Millionen Euro (2017: 25 Millionen), das sind 4 Prozent der diözesanen Budgets.

 

Kennzahlen der österreichischen Diözesen im Detail

 

Erzdiözese Wien

Über das größte Budget verfügte auch 2018 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von an die 140 Millionen Euro (2017: 130 Millionen). Der Anteil des Kirchenbeitrags konnte 2018 auf über 105 Millionen Euro (2017: 103 Millionen) leicht gesteigert werden. Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem negativen EGT von 3,6 Millionen (2017 knapp positives EGT von 41.000 Euro). Den größten Anteil an den Ausgaben haben auch hier mit über 84 Millionen Euro die Personalkosten für die rund 1.600 hauptamtlichen Mitarbeiter (2017: 78 Millionen).

Diözese Linz

129,1 Millionen Euro Einnahmen (2017: 125,6 Millionen), davon 95,5 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 92,6 Millionen), positives EGT mit 8,7 Millionen (2017: 10,5 Millionen).

Diözese Graz-Seckau
106,1 Millionen Euro Einnahmen (2017: 101,1 Millionen), davon 71 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 69,3 Millionen), positives EGT mit 0,3 Millionen (2017: 7,8 Millionen).
Diözese St. Pölten
57 Millionen Euro Einnahmen (2017: 55,1 Millionen), davon 47,6 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 46,9 Millionen), negatives EGT mit 0,5 Millionen (2017: negatives EGT mit 0,5 Millionen).
Erzdiözese Salzburg
58 Millionen Euro Einnahmen (2017: 54,5 Millionen), davon 48,3 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 46,4 Millionen), leicht positives EGT mit 0,8 Millionen (2017: negatives EGT mit 2 Millionen).
Diözese Innsbruck
50,3 Millionen Euro Einnahmen (2017: 47,8 Millionen), davon 35,5 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 34,1 Millionen), positives EGT mit 2,5 Millionen (2017: 2,7 Millionen).
Diözese Gurk-Klagenfurt

36,3 Millionen Euro Einnahmen (2017: 35,3 Millionen), davon 27,5 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 26,7 Millionen), knapp positives EGT mit 0,1 Millionen (2017: 1,3 Millionen).

Diözese Feldkirch

31,4 Millionen Euro Einnahmen (2017: 30,4 Millionen), davon 25,4 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 24,6 Millionen), positives EGT mit 1 Millionen (2017: EGT mit 0,2 Millionen).

Diözese Eisenstadt

27 Millionen Euro Einnahmen (2017: 27,4 Millionen), davon 17,9 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2017: 17,5 Millionen), negatives EGT mit 6 Millionen (2017: positives EGT mit 2,1 Millionen).

 

Schwer bis unmöglich zu bewerten ist das daneben noch bestehende Kunst- und Immobilienvermögen der Kirche: Kirchen, Klöster, Kapellen, Pfarrhöfe, Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten, Schulen etc. Wie soll man etwa den "Wert" des Stephansdomes schätzen? Was sind Ordensspitäler "wert"? Noch dazu sind jede Diözese, jedes Stift, sogar jede Pfarre eine selbständige Rechts- und Wirtschaftseinheit - auch im Steuerrecht. In vermögensrechtlichem Sinn gibt es "die Kirche" also nicht, sondern einige tausend eigenständige kirchliche Rechtsträger allein in Österreich. Das Vermögen dient dabei kirchlichen, wohltätigen und kulturellen Zwecken und wird verantwortungsvoll und nachhaltig bewirtschaftet.

 

Im Folgenden sind die Details über die Einnahmen und Ausgaben der österreichischen Diözesen zu finden. Bei "Klick" auf die jeweilige Tabelle kann diese vergrößert werden. Hier finden Sie außerdem die Vergleichsdaten aus den Jahren » 2010, » 2011, » 2012, » 2013, » 2014 » 2015 » 2016 » 2017

 


 

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Gebarungsübersicht der katholischen Diözesen 2018

 

» Rechenschaftsbericht 2018

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Rechenschaftsbericht 2018

 


 

Die Finanzen der Kirche 2018
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Rechenschaftsbericht Katholische Kirche Österreich 2014 - 2018
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