Dienstag 27. Juni 2017
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Ordensspitäler arbeiten effizienter

 

Spitalsbett kostet in kommunalen Krankenhäusern im Durchschnitt 38.000 Euro mehr als in Ordenskrankenhäusern

 

 
   
Wien, 08.02.12 (KAP) Die Ordensspitäler arbeiten im Vergleich zu den öffentlich-rechtlichen Krankenhäusern bei gleicher Qualität deutlich günstiger. Daran hat die "Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs" angesichts der laufenden politischen Verhandlungen um Einsparungen im Gesundheitssystem erinnert. Im statistischen Vergleich koste demnach ein Spitalsbett in einem kommunalen Krankenhaus pro Jahr rund 38.000 Euro mehr als in einem Ordenskrankenhaus, erklärte P. Leonhard Gregotsch von der "Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler".

Laut den Angaben der Arbeitsgemeinschaft lagen die öffentlichen Kosten für ein Spitalsbett im Jahr 2010 im Ordensspitälern bei rund 187.000 Euro. Kommunale Krankenhäuser seien dabei auf einen Vergleichswert von 225.000 Euro gekommen.

Die Gespräche über eine Spitalsreform in Österreich werden derzeit durch die Verhandlungen um das Sparpaket beschleunigt. Zentrales Sparvorhaben der Regierung ist dabei die Dämpfung der steigenden Spitalskosten; als Maßzahl dazu wird eine Koppelung an das allgemeine Wirtschaftswachstum kolportiert. Laut Gesundheitsminister Alois Stöger haben sich die Reformverhandler auch auf die langfristige Umsetzung des Grundprinzips einer gemeinsamen Steuerung und Planung im Spitalsbereich geeinigt.

Aus Anlass der Verhandlungen erneuerte die "Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs" gegenüber "Kathpress" ihre Kritik an der undurchsichtigen Spitalsfinanzierung in Österreich, die über Mittel der Sozialversicherungsträger, der Länder und des Bundes gespeist wird.

Schon im Vorjahr hatten sich die Ordensspitäler in einem an Vertreter von Politik, Gesundheitswesen und Kirche versendeten Maßnahmenkatalog für eine Spitalsfinanzierung aus einem Topf ausgesprochen. Zu den Grundproblemen im heimischen Gesundheitssystem gehörten demnach auch nicht abgestimmte Kompetenzen und die mangelnde Kooperation von Krankenanstalten und Ärzten. Gefordert wurde u. a. ein System der Qualitätsmessung im Gesundheitssystem, die Trennung der Funktion von Gesundheitsplaner, Finanzierer und Spitalsbetreiber sowie die "Schaffung eines ökonomischen Anreizsystems für Krankenanstaltenträger".

Die im öffentlichen Auftrag tätigen Ordensspitäler sind mit mehr als 20.000 Mitarbeiter einer der größten heimischen Arbeitgeber. Was den stationären Bereich betrifft, arbeiten sie um rund zehn Prozent effizienter als die kommunalen Krankenanstalten, wodurch sich laut der "Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs" für den Steuerzahler eine Ersparnis von rund 200 Millionen Euro pro Jahr ergibt. Noch deutlicher fallen die Kostenunterschiede im ambulanten Bereich aus.


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