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Kirche: Jährlich 100 Mio. Euro für EZA-Projekte

Wien, 19.09.14 (KAP) Kirchliche Hilfswerke haben im Vorjahr einen neunstelligen Euro-Betrag für Entwicklungszusammen-arbeit (EZA) geleistet: Mit insgesamt 100 Millionen Euro wurden 3.549 Projekte in 132 Ländern unterstützt, geht aus dem Jahresbericht für 2013 hervor, den die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Mission und Entwicklung (KOO) am Freitag präsentiert hat.

 

KOO-Geschäftsführer Heinz Hödl bezeichnete in einer Aussendung die Summe als "großartiges Zeichen internationaler Solidarität der katholischen Hilfseinrichtungen": 40 Prozent der Mittel aller im EZA-Bereich tätigen österreichischen NGOs würden von KOO-Mitgliedern aufgebracht, womit die kirchlichen Hilfswerke die Gruppe mit den höchsten Leistungen in diesen Bereichen sei.

 

In den 100 Millionen Euro enthalten sind auch öffentliche Fördermittel, etwa vom Staat oder von der EU, deren Summe im Vergleich zu 2012 um 1,8 Millionen Euro auf nunmehr 11,8 Millionen Euro gestiegen ist. Eine Erhöhung verzeichnet die KOO auch bei den EZA-Mitteln aus den Ordensgemeinschaften, die sich von 10,9 auf 11,5 Millionen Euro erhöht haben.

 

Im Mittelpunkt der Arbeit der KOO stünden die Menschen in Entwicklungsländern und die Verbesserung ihrer Lebensumstände, hob der Linzer Diözesanbischof und KOO-Vorsitzende Ludwig Schwarz hervor. Die Hilfe der katholischen Organisationen erreiche die "Basis" in den Einsatzländern, sei für viele Menschen überlebensnotwendig und zeige zugleich auf, "dass erfolgreiche Entwicklungsarbeit möglich ist", so Bischof Schwarz. Erfreut sei er darüber, "dass die Menschen in Österreich Jahr für Jahr die Botschaft Jesu vom Teilen ernst nehmen".

 

Wie die KOO hervorhob, sind ihre 27 Mitgliedsorganisationen gemeinsam mit den männlichen und weiblichen Missionsorden auch Stimmen für eine engagierte öffentliche Entwicklungspolitik und gegen Gewalt, Ausbeutung und Ungerechtigkeit. Bischof Schwarz hinterlegte dies mit einer Passage aus der Enzyklika "Evangelii gaudium": Die Wirtschaft bedarf laut Papst Franziskus eines "engagierten Eintretens für eine gerechte gesellschaftliche Ordnung und der sozialen Teilhabe aller", weshalb die KOO sich "noch konkreter für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit" einsetzen müsse.

 

Zu den aktuellen KOO-Themen gehören laut Hödl die Agrarpolitik, die Ernährungssicherung, die Fortführung der UNO-Millenniumsziele in der sogenannten "Post-2015"-Entwicklungsagenda sowie auch Klimagerechtigkeit. Im Zuge des Klimagipfels in New York am 23. September wolle man auf die Verwobenheit der Klimaagenden mit der "Post 2015"-Agenda aufzeigen. Weiters setze man sich auch für die Anhebung der österreichischen EZA-Leistungen ein, für globale Steuergerechtigkeit und gegen Korruption sowie für eine Reflexion der Entwicklungspolitik.

 

Informationen: www.koo.at

 

Quelle: Kathpress

 

Kardinal Christoph Schönborn

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